Jean-Paul Marat Beschreibung Jean-Paul Marat  
 
   
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Jean-Paul Marat

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Jean-Paul Marat Artikel

Jean Paul Marat (* 24.05 1743 Neuchâtel, Schweiz; † 13.07 1793) war ein Arzt, Verleger und Journalist. Er gilt als einer der radikalsten Führer der Französischen Revolution. Er wandte sich radikal gegen die Monarchie und war ein Befürworter politischer Gewalt.


Inhaltsverzeichnis
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Leben

Buch-Tipp: Das Magische Messer. His Dark Materials 02 Auf in neue Welten Der zweite Teil der Trilogie "His Dark Materials" von Philip Pullman schließt direkt an den ersten Teil an. "Komm weiter, bitte . . . . " sagte Will zu seiner Mutter. Und hoffte das niemand Sie bei Mrs. Cooper finden würde. Hoffentlich war weningstens seine Mutter so in Sicherheit. Aber hatte er auch nicht viele Möglichkeiten....

Kindheit und seine ersten Jahre

Marat wurde am 24. Mai 1743 als das zweite von sieben Kindern geboren. Sein Vater war Italiener und seine Mutter Schweizerin. Um die Familie ernähren zu können, arbeitete sein Vater als Fremdsprachenlehrer. Marat war entstellt von einer Hautkrankheit, dies machte ihm das Leben sicherlich nicht einfacher. Als er 16 wurde, verließ er die Schweiz und wanderte alleine nach Bordeaux in Frankreich aus um dort Medizin zu studieren. Um sein Überleben zu sichern, arbeitete er als Privatlehrer für die Kinder einer reichen Familie. 1762 zog er nach Paris, wo er dann drei Jahre blieb. Danach zog es ihn für die nächsten zehn Jahre seines Lebens nach England. Als Marat 22 wurde, machte er es so wie sein Vater und verdiente als Fremdsprachenlehrer seinen Lebensunterhalt. In dem Jahre 1771 schrieb Marat sein erstes Buch, Les Aventures du jeune Compte Potowski-un Roman de Coeur.

Buch-Tipp: Der Goldene Kompass, Das Magische Messer, Das Bernstein-Teleskop. Alle 3 Bände im Taschenbuchschuber schöne Fantasy! Ich habe die Trilogie gern gelesen. Vergleiche mit dem Herrn der Ringe, die ich hie und da hörte, fand ich allerdings gänzlich unangemessen. Die Ideen mit den verschiedenen Parallelwelten, auch mit den Durchgängen zwischen den Welten und der am Schluß erfolgenden Erklärung, warum das Wechseln zwischen den Welten (heute) nur...

Wissenschaftler und Physiker

Drei Jahre später veröffentlichte Marat eines seiner berühmtesten Werke: Chains of slavery. Dieses Werk wurde auf Englisch geschrieben und in England veröffentlicht. Am 30. Juni 1775 bekam Marat einen Titel in Medizin an der St. Andrews University in Schottland. In dem Juni 1777 kehrte er wieder nach Frankreich zurück und wurde Leibarzt von Comte d'Artois , dem jüngsten Bruder Ludwigs XVI. und des späteren Karl X..

Dort führte er einige Experimente mit Feuer, Licht und der Elektrizität durch und veröffentlichte 1779 ein Buch über seine neuen Erkenntnisse in der Physik. Weitere Bücher über Physik, Theorie der Politik, Recht und Physiologie folgten in den folgenden Jahren. In dem Jahre 1783 beendete Marat seine erfolgreiche medizinische Laufbahn und widmete sich voll und ganz den Naturwissenschaften.

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Eintritt in die Politik

Im Juli 1788 fühlte sich Marat sterbenskrank und schrieb darum sein Testament. Er bat einen Freund, den Uhrmacher Abraham Louis Bréguet, ihn am Totenbett seelisch zu unterstützen und alle seine Manuskripte an eine Akademie für Wissenschaften zu schicken. Am Totenbett erzählte Abraham ihm von politischen Ereignissen, die bei ihm einen sehr starken Eindruck hinterließen. Sein Gesundheitszustand besserte sich wieder und fortan unterstützte er die Französische Revolution mit allen Mitteln.

Am 12. September 1789 gab er das erste Mal die Zeitung Publiciste Parisien heraus, die er kurze Zeit später in Ami du Peuple umbenannte. Diese Zeitung war die einflussreichste und gefürchteste radikale Zeitung Frankreichs. Ab und zu kam es sogar vor, dass sie zweimal an einem Tag heraus kam. Sie war die Stimme des Volkes, was die Revolution betrifft. Marat griff darin mit scharfen Worten alle gemäßigten Girondisten an und besonders die Bourgeoisie in der Nationalversammlung.

Marat vertrat die Ansicht, dass alle Gegner der Revolution Verräter und Volksfeinde sind. Darum veröffentlichte er deren Namen in der Ami du Peuple und lieferte sie somit der Rache des Volkes aus. In dem Juli 1790 befürwortete er die Enthauptung von 500 bis 600 Gegnern. Noch in dem gleichen Jahr floh er nach England, nach dem er den Finanzminister des Königs kritisiert hatte. In dem Jahre 1791 steckte ihn die Nationalversammlung für einen Monat in das Gefängnis. Ab diesen Zeitpunkt führte er seine Kampagne in dem Untergrund fort. Nach dem Sturz der Monarchie in dem August 1792 schloss sich Marat den radikalen Jakobinern an und wurde, mit großer Unterstützung des Volkes, ein einflussreicher Delegierter des Nationalkonvents und der Präsident der Jakobinischen Partei. Zusätzlich begrüßte er die Septembermorde 1792 gegen Unabhängige und Royalisten.

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Charlotte Corday und das Attentat

Jean-Paul Marat Beschreibung
Jean-Paul Marat Beschreibung
Jacques-Louis David: Der Tod des Marat; Königl. Belgisches Kunstmuseum

Nachdem die gemäßigten Girondisten von der radikalen jakobinischen Bergpartei verdrängt wurden, entschied sich Charlotte de Corday d'Armont, eine Anhängerin der Girondisten, dazu das Blutregime der Jakobiner zu beenden. Sie wollte die treibende Kraft, die hinter den Septembermorden und der Vernichtung der Girondisten steckt, damit also den Hauptverantwortlichen für die Schreckensherrschaft, zu Rechenschaft ziehen.

Deshalb entschloss sie sich den Führer der Jakobiner, Jean Paul Marat, umzubringen. Unter dem Vorwand das sie ihm etwas über die Girondistenaufstände erzählen wolle, besuchte sie ihn am 13.7.1793 in seiner Wohnung, während er sich gerade in seiner Badewanne aufhielt. Marat nahm häufig Heilbäder, um eine Infektion zu verhindern, daher war es nicht schwer ihn anzutreffen während er gerade ein Bad nahm.

Im Badezimmer sagte Charlotte ihm die Namen von Leuten, die sich seiner Politik widersetzten. Als er dabei war die Namen aufzuschreiben, nutzte Charlotte Corday die Gelegenheit aus und stach Marat einen Dolch mitten in das Herz. Marat war auf der Stelle tot.

Danach ließ sie sich ohne Widerstand verhaften und wurde nach ihrem Prozess zu dem Tod durch die Guillotine verurteilt. Am 19.7.1793, einen Tag nach den Nationalen Begräbnisfeierlichkeiten Marats, wurde das Urteil in Paris vollstreckt. Ihr Absicht hatte sie dennoch nicht erreicht, denn die Jakobiner nahmen das Attentat zu dem Anlass für noch schärfere Verfolgungen und ließen mehrere Tausend Gegner, Royalisten wie moderatere Revolutionäre hinrichten.

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Das Kunstwerk von Jacques-Louis David

Jacques-Louis David überreichte vier Monate nachdem Mord an Marat dem Konvent sein Bild und ließ es an der Stirnseite des Saales aufhängen. Dazu hielt er eine hetzerische Rede, indem er seine Gefolgsleute zur Rache aufrief. Das Bild wurde auf Beschluß des Konvents als Stich vervielfältigt. Nach dem Sturz der Jakobiner erging der Beschluß, dass Bildnisse der Revolutionshelden ca. noch ausgestellt werden dürften, wenn mehr als 10 Jahre seit ihrem Ableben vergangen seien. In der nachnapoleonischen Restaurationszeit musste David das Bild mit Bleiweiß übertünchen, um es vor Verfolgungen zu schützen. Nach dem Tod des Künstlers lehnte die französische Regierung 1826 die Erwerbung des Bildes ab, und auch 11 Jahre später scheiterte der Versuch der Erben, das Bild dem französischen Nationalmuseum anzubieten. Erst 1893 wurde das Bild vom Königlichen Museum in Brüssel erworben.


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